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1.      Wie schätzen Sie die Gesundheitsvorsorge in Ihrem Wahlkreis ein und was werden Sie konkret gern verändern?

Die Gesundheitsversorgung im WK ist im Vergleich zu unseren ländlichen Regionen, wo die letzten Landarztpraxen schließen, noch ziemlich gut. Allerdings gibt es viele (Fach-)Ärzte, die keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Daher wären mehr Medizinische Versorgungszentren eine wichtige Ergänzung – auch um jungen Ärzten interessante Angebote ohne den Aufwand einer eigenen Niederlassung machen zu können. Zudem bestehen im Bereich der Tagespflege für Senioren noch Versorgungslücken, die geschlossen werden müssen.

2.      Alle reden von besserem ÖPNV. Wo gibt es da aus Ihrer Sicht dringend Verbesserungsbedarf?

Als wachsende Pendlerregion stehen wir hier vor ganz anderen Herausforderungen als der ländliche Raum. Wir benötigen hier mehr Wagen in den S-Bahnzügen zu den Stoßzeiten oder eine weitere Verdichtung der Taktung, damit die Menschen auf dem Weg zur Arbeit nicht wie Vieh gequetscht werden. Zudem ist eine optimale Vertaktung der Angebote von SPNV und ÖPNV auf Landes- und Kreisgrenzen hinweg dringend endlich umzusetzen. Nur dann werden mehr Menschen den ÖPNV nutzen und sich klimaverträglicher verhalten.

3.      Das Insektensterben ist in aller Munde. Einige Gemeinden mähen öffentliche Anlagen seltener, um zu helfen. Bürger beschweren sich, dass es ungepflegt aussieht. Wie würden Sie diesen Konflikt lösen?

In der Regel besitzen die Gemeinden viele verschiedene Flächen – von Parks über sog. Schmuckecken bis hin zu straßenbegleitenden Grünstreifen. Daher sollten die Bereiche, die der innerstädtischen Erholung dienen, möglichst so gut gepflegt werden, dass sie zu einem Aufenthalt einladen und wir uns dort wohlfühlen. Auch dort können blühende Büsche und Blumen gepflanzt werden, die besonders attraktiv für Insekten sind. Andere Bereiche können seltener gemäht und mit speziellen bienenfreundlichen Aussaaten versehen werden.

4.      Den Parteien fehlt der Nachwuchs. Was muss geändert werden, um mehr Menschen für die politische Arbeit zu gewinnen?

Dieses Thema wird seit den 80er Jahren diskutiert. Damals hieß es die Parteien müssten sich öffnen und auch zeitlich befristete Mitarbeit ermöglichen. Das wurde ohne Erfolg versucht. Da die Parteien sich nicht ausreichend verändern können, müssen wir unsere Demokratie weiter entwickeln. Ich denke dass die Zukunft in Netzwerken von parteiunabhängigen Wählergruppen liegt, die auch noch den Vorteil haben an keine Ideologie gebunden zu sein, sondern immer unvoreingenommen nach der besten Lösung suchen zu können.

5.      Wie wollen Sie Brandenburg für Pendler attraktiver machen?

In meinem WK ist das nicht erforderlich, da schon sehr viele Menschen aus Berlin hier her ziehen, weil hier die Mieten günstiger und deutlich geringere Grundstückspreise als in Berlin zu zahlen sind. Das gilt natürlich erst recht für die ländlichen Räume von BrB. Um diese Entwicklung zu unterstützen wäre eine weitere Verbesserung der SPNV- und ÖPNV-Anbindung notwendig (siehe Frage 2). Über günstigen Wohnraum mit guter ÖPNV-Verbindung hinaus würde Brb. durch ein flächendeckendes schnelles Internet attraktiver.

6.      Mit wem würden Sie Bündnisse eingehen und Gespräche führen?

Wir von den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freien Wählern als Netzwerken von 150 parteiunabhängigen Wählergruppen in ganz Brb. verstehen uns als Vertreter aller parteiunabhängigen Bürger und bringen deren Themen und Problemstellungen in die Parlamente. Dort bringen wir mit gesundem Menschenverstand pragmatische Lösungen für uns Bürger ein. Zielsetzung: vernünftiger, sparsamer und wirtschaftlicher Umgang mit unser aller Steuergeld. Gespräche können wir uns mit demokratischen Parteien vorstellen.

7.      Welches ist Ihr wichtigstes a) kurzfristiges und b) langfristiges Thema, wo wollen sie einen Haken dran machen können und warum?

a) Bürger ernst nehmen und frühzeitig beteiligen statt abgehobener Parteienfilz

Die Themen und Probleme von uns Bürgern müssen auch im Landtag statt finden. Wie in den kommunalen Gremien möchte ich dort mit Ihnen gemeinsam entwickelte pragmatische Problemlösungen einbringen und für deren Umsetzung sorgen. Denn in den letzten 15 Jahren habe ich miterlebt, wie Parteipolitiker sich nicht wirklich für unsere Belange interessieren. Statt dessen brauchen wir Menschen mit Rückgrat und gesundem Menschenverstand in den Parlamenten.

 

b) Es darf kein weiterer € von unserem Steuergeld in den BER am ungeeigneten Standort gesteckt werden. Milliarden versinken dort im märkischen Sand. Gleichzeitig müssen wir mit kaputten Straßen, fehlenden Lehrern und wachsendem Unterrichtsausfall, zu wenig Polizistenund Polizeiwachen und hohen Einbruchszahlen leben. Das muss gestoppt werden. Auf dem BER-Gelände sollte die Messe Berlin angesiedelt werden und eine Neuausschreibung eines Flughafens für ein privates Konsortium an einem geeigneter Standort erfolgen.

8.      Sie sind mitten im Wahlkampf, welchen Einfluss hat der Wahlkampf auf Ihr Privatleben?

Wichtig ist natürlich, dass ich im Vorfeld meine Familie darauf vorbereitet habe, dass ich jeden Arbeitstag/Nachmittag sowie Samstags den ganzen Tag an immer wieder wechselnden Orten bei den Bürgern vor Ort bin, Flyer verteile und für Gespräche da bin – dies auch bei anhaltender Hitze. Sie sollte das nach Möglichkeit auch mittragen und unterstützen.

Aber nach 20 Uhr ist ja Schluss und der Sonntag ist zumeist auch weitgehend frei. Damit bleibt auch noch etwas Zeit für Privatleben und Erholung.